Ein durch einen Blitzeinschlag ausgelöster Waldbrand am Tschirgant forderte am vergangenen Wochenende zahlreiche Feuerwehren sowie mehrere Hubschrauber. Aufgrund des steilen und äußerst unwegsamen Geländes konnte die Brandbekämpfung nur unter massivem Einsatz von Luftunterstützung erfolgen.
Insgesamt wurden rund 55.000 Liter Löschwasser in 96 Rotationen über dem Einsatzgebiet abgeworfen, ehe der Einsatz erfolgreich beendet werden konnte.
Am Samstag, den 27. Juni 2026, wurden die Feuerwehren Haiming und Haimingerberg um 20:20 Uhr von der Leitstelle Tirol zu einem Waldbrand am Tschirgant alarmiert. Zahlreiche Notrufe meldeten eine starke Rauchentwicklung nach einem Blitzeinschlag. Der Brand befand sich rund 250 Meter oberhalb des neuen Weges zur Haiminger Alm in steilem und nur schwer zugänglichem Gelände.

Zur raschen Lageerkundung wurde die Feuerwehr Obsteig nachalarmiert. Parallel dazu verschaffte sich der Hüttenwirt der Haiminger Alm, selbst Mitglied der Feuerwehr Haiming, einen ersten Überblick über die Situation. Die Feuerwehr Silz brachte ihren Waldbrandcontainer zur Einsatzstelle und stellte damit wertvolle Spezialausrüstung für die weitere Brandbekämpfung bereit.
Mit Einbruch der Dunkelheit und aufgrund der schwierigen Geländeverhältnisse musste der Einsatz gegen 22:00 Uhr aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden.
Bereits um 04:00 Uhr erfolgte am Sonntag eine neuerliche Lagebeurteilung. Rasch war klar, dass eine wirksame Bekämpfung des Brandes ausschließlich aus der Luft möglich sein würde. Daraufhin wurden mehrere Hubschrauber angefordert. Gleichzeitig wurden die Flughelfer sowie die Lageführung des Bezirksfeuerwehrverbandes Imst in den Einsatz eingebunden.
Ab 06:00 Uhr wurden die ersten Feuerwehrmitglieder mittels Tau direkt zum Brandherd geflogen, wo umgehend mit den Löscharbeiten begonnen wurde. Parallel dazu erfolgte die Brandbekämpfung aus der Luft. Insgesamt wurden im Verlauf des Einsatzes rund 55.000 Liter Löschwasser in 96 Rotationen über dem Waldbrandgebiet abgeworfen. Dank des professionellen und hervorragend abgestimmten Zusammenwirkens aller eingesetzten Kräfte konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht werden. Um 12:45 Uhr konnte schließlich „Brand Aus“ gegeben werden. Die am Berg eingesetzten Feuerwehrmitglieder wurden anschließend mit dem Leonardo AW169 des Österreichischen Bundesheeres sicher ins Tal zurückgeflogen.
Im Einsatz standen der Christophorus EC135 des ÖAMTC, ein Hubschrauber der Firma Heli Alp Krimml sowie die Hubschrauber Agusta-Bell AB 212 und Leonardo AW169 des Österreichischen Bundesheeres. Die Betankung der zivilen Hubschrauber erfolgte durch die Berufsfeuerwehr Innsbruck, während die Hubschrauber des Bundesheeres mit ihrem eigenen Tankfahrzeug versorgt wurden.
Der Bezirksfeuerwehrverband Imst bedankt sich bei allen eingesetzten Einsatzkräften für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.
Einsatzdaten
Einsatzart: Waldbrand nach Blitzeinschlag
Alarmierung: Samstag, 27. Juni 2026, 20:20 Uhr
Einsatzende: Sonntag, 28. Juni 2026, 12:45 Uhr
Einsatzort: Tschirgant, oberhalb des neuen Weges zur Haiminger Alm
Eingesetzte Feuerwehren:
- Feuerwehr Haiming
- Feuerwehr Haimingerberg
- Feuerwehr Obsteig
- Feuerwehr Silz
- Berufsfeuerwehr Innsbruck
Weitere Einsatzorganisationen:
- Leitstelle Tirol
- Flughelfer BFV Imst
- Lageführung BFV Imst
- Österreichisches Bundesheer
- ÖAMTC Flugrettung
- Heli Alp Krimml
Hubschrauber:
- ÖAMTC Christophorus EC135
- Heli Alp Krimml
- Agusta-Bell AB 212 (Österreichisches Bundesheer)
- Leonardo AW169 (Österreichisches Bundesheer)
Bericht BFV Imst, Bilder: Feuerwehr Haiming














