Sölden/Vent – Nach den heftigen Unwettern am Mittwochabend den 29. Juli stehen die Feuerwehren des hinteren Ötztals seit den Nachtstunden im Dauereinsatz. Besonders die Freiwilligen Feuerwehren Sölden und Vent sind bei umfangreichen Aufräumarbeiten im gesamten Gemeindegebiet gefordert.
Aufgrund mehrerer örtlich stationärer Gewitterzellen kam es innerhalb kürzester Zeit zu zahlreichen zeitgleichen Einsatzmeldungen. Um die örtliche Einsatzleitung zu entlasten, wurde die Bezirkszentrale Imst alarmiert und unterstützte die Einsatzleitung vor Ort bei der Koordination der zahlreichen Einsätze. Zusätzlich wurde noch in der Nacht die Großpumpe der Freiwilligen Feuerwehr Imst in das Einsatzgebiet nachgefordert.

Nach den intensiven Niederschlägen entspannte sich die Lage im Laufe des Donnerstags deutlich. Der Schwerpunkt der laufenden Arbeiten liegt derzeit im Bereich des Klärwerks im Norden der Gemeinde Sölden sowie im Bereich der Rofenhöfe bei Vent. Zudem mussten im Ortsteil Gehörde mehrere überflutete Keller ausgepumpt und gesichert werden.


Auch der AT – Alarm wurde am Mittwochabend gegen 22:15 Uhr ausgelöst, nachdem es infolge der starken Niederschläge zu Murenabgängen, Vermurungen und Überflutungen im Gemeindegebiet von Sölden gekommen war.
Zeitgleich sorgte ein weiteres, kurzes, aber äußerst intensives Gewitter mit starkem Hagel auch im hinteren Pitztal für erhebliche Schäden. Vor und hinter dem Ortsteil Plangeroß gingen zwei massive Muren ab, welche die Pitztaler Landesstraße teilweise verschütteten und den Bach Pitze zurückstauten. Wohnhäuser waren glücklicherweise nicht betroffen, sodass keine Evakuierungen erforderlich waren. Noch am Mittwochabend wurde mit den umfangreichen Räumungsarbeiten begonnen, um die wichtige Verkehrsverbindung so rasch wie möglich wieder befahrbar zu machen. Die Arbeiten dauerten bis etwa 02:30 Uhr in der Nacht und wurden am Donnerstagmorgen unmittelbar fortgesetzt. Die Landesstraße konnte schließlich am Donnerstag ab 13:00 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Auch die Feuerwehren des hinteren Pitztals standen dabei im intensiven Einsatz und unterstützten die Sicherungs- und Aufräumarbeiten.

Die Aufräumarbeiten in Sölden werden die eingesetzten Feuerwehren jedoch noch weitere Tage beschäftigen. Für den morgigen Tag werden der Katastrophenzug Imst-Gurgltal sowie weitere Großpumpen aus anderen Bezirken zur Unterstützung in das Einsatzgebiet verlegt. Darüber hinaus wurde das Bundesheer um Unterstützung angefragt. Der Katastrophenzug Inntal-Mieminger Plateau wurde vorsorglich in Bereitschaft versetzt und steht bei einer weiteren Verschärfung der Lage auf Abruf zur Verfügung.
Weitere Informationen sowie Einsatzberichte der kommenden Tage folgen.
UPDATE Aufräumarbeiten Tag 2: 31.07.2026 05.00 Uhr
Bereits um 05:00 Uhr früh machten sich der Katastrophenzug Imst-Gurgltal, die Lageführung des Bezirksfeuerwehrverbandes Imst sowie die Feuerwehren Landeck und Prutz mit insgesamt 11 Feuerwehren und 76 Mann/Frau auf den Weg nach Sölden, um die örtlichen Einsatzkräfte bei den umfangreichen Aufräum- und Pumparbeiten zu unterstützen.Nach der Ankunft erfolgte zunächst eine Lagebesprechung sowie die Einteilung der anstehenden Aufgaben. Anschließend wurde mit den Aufräum- und Auspumparbeiten begonnen.

Mit 16:00 Uhr endete der erste Einsatztag der umfangreichen Aufräumarbeiten in Sölden. Zahlreiche Einsatzkräfte standen seit den Morgenstunden im Einsatz, um die Folgen des Unwetters zu beseitigen und die betroffenen Bereiche zu sichern.
111 Einsatzkräfte mit 31 Fahrzeugen
Aufräumarbeiten Tag 3:
Am Samstag den 01. August wurden die Arbeiten bereits wieder um 08:00 Uhr fortgesetzt.
Im Unterstützungseinsatz standen der KHD-Zug Inntal/Mieming, die Großpumpen aus den Bezirken Imst, Landeck, Prutz, Kössen und Radfeld sowie das Bundesheer. Gemeinsam haben die Einsatzkräfte die Aufräum- und Sicherungsarbeiten weiterführen.
Um 16:00 Uhr fand dann wieder die Abschlussbesprechung für den heutigen Einsatztag statt. Die bisherigen Aufräumarbeiten haben bereits große Fortschritte gebracht. Dennoch ist klar, dass die Arbeiten noch mehrere Tage – wenn nicht sogar Wochen – in Anspruch nehmen werden.
124 Einsatzkräfte mit 31 Fahrzeugen
Aufräumarbeiten Tag 4
Auch am Sonntag wurden die umfangreichen Aufräum- und Pumparbeiten im Klärwerk Sölden fortgesetzt. Insgesamt standen zahlreiche Feuerwehrmitglieder aus Sölden, Vent, Längenfeld, Umhausen, Oetz, Imst, Kössen im Einsatz. Die Arbeiten konzentrierten sich weiterhin auf das Auspumpen und Räumen betroffener Bereiche sowie die Beseitigung der Folgen des Ereignisses.
Die Einsatzmaßnahmen konnten insgesamt bis jetzt erfolgreich durchgeführt und wichtige Arbeiten weiter vorangetrieben werden. Die Lage bleibt jedoch weiterhin herausfordernd: Der Kellerbereich ist nach wie vor großflächig mit Wasser geflutet. Am tiefsten Punkt beträgt der Wasserstand derzeit rund 1,5 Meter.

126 Einsatzkräfte mit 25 Fahrzeugen sowie 31 zivile Helfer
Aufräumarbeiten Tag 5
Auch am Montag wurde der Unterstützungseinsatz von den Feuerwehren Sautens, Oetzerau, Ochsengarten, Niederthai, Huben, Gurgl, Vent, Sölden und die Großpumpen aus Imst, Prutz und Landeck sowie das Bundeseer fortgesetzt.
119 Einsatzkräfte mit 24 Fahrzeugen
Aufräumarbeiten Tag 6
Am Dienstag waren die Feuerwehren des Abschnittes Pitztal in Sölden zur Unterstützung mit dabei.
Aufräumarbeiten Tag 7
Auch am Mittwoch wird in Sölden weiters bei den Aufräumarbeiten unterstützt. Diesmal sind die Feuerwehren aus Leins, Wenns und Jerzens vor Ort mit dabei . Zu Lage kann bereits mitgeteilt werden, dass die „Feuerwehr – Pumparbeiten“ Großteils heute erledigt sein werde.
Aufräumarbeiten Tag 8
Der überörtliche Feuerwehreinsatz außerhalb des Hinteren Ötztals ist abgeschlossen. Bis einschließlich Freitag wird voraussichtlich noch die Ortsfeuerwehr Sölden im Einsatz stehen.
Am Donnerstag erfolgte nochmals Unterstützung durch Einsatzkräfte der Feuerwehren Gurgl und Längenfeld.
Das Österreichische Bundesheer (ÖBH) beendet seinen Assistenzeinsatz ebenfalls mit Donnerstag.
Die Grubenwehr Tirol wurde für Donnerstag und Freitag von der Gemeinde Sölden zur Unterstützung bei Arbeiten an den tiefen Becken alarmiert.
KHD-Einsatz in Sölden: Erfolgreicher Einsatz dank starker Zusammenarbeit
Ein herzliches Dankeschön an alle Feuerwehren und Einsatzorganisationen für die großartige Unterstützung und die kameradschaftliche Zusammenarbeit beim KHD-Einsatz in Sölden!
Nach den intensiven Einsatztagen neigt sich der Einsatz nun dem Ende zu. Auch am Freitag 14. August waren die Feuerwehr Sölden und Längenfeld noch vor Ort im Einsatz. Mit Samstag beendete auch die FF Sölden vorerst ihre Tätigkeiten im Bereich des Klärwerks bzw. Bauhofs.
Der Einsatz hat einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn Einsatzorganisationen über Orts-, Bezirks- und Landesgrenzen hinweg gemeinsam an einem Strang ziehen. Zahlreiche Feuerwehren, Einsatzorganisationen, Behörden, Unternehmen und freiwillige Helferinnen und Helfer haben gemeinsam dafür gesorgt, dass die notwendigen Arbeiten rasch und professionell durchgeführt werden konnten.
Einsatz in Zahlen
- 40 Feuerwehren waren insgesamt im Einsatz – darunter 34 der 38 Feuerwehren des BFV Imst
- Unterstützung durch die Feuerwehren Landeck, Prutz, Kössen und Radfeld
- Betriebsfeuerwehr LUF und Feuerwehr Thüringen
- Lageführung des BFV Imst durch Kräfte aus Wenns und Oetz
- Unterstützung durch den LFV Tirol, unter anderem durch Gerhard Schöpf mit Messgeräten
- Österreichisches Bundesheer und Grubenwehr Tirol
- Österreichisches Rotes Kreuz mit Feldküche
- Täglich weit über 100 Einsatzkräfte im Einsatz
- Unterstützung durch zahlreiche Unternehmen und Spezialfirmen
- Einsatz und Unterstützung durch viele freiwillige Helferinnen und Helfer
- Unterstützung durch Bürgermeister Ernst Schöpf und Vizebürgermeister Maximilian Riml
- Landesfeuerwehrkommandant, Bezirksfeuerwehrkommandant, Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter, Land Tirol und viele weitere Beteiligte
VIELEN DANK für euren Einsatz, eure Kameradschaft und die hervorragende Zusammenarbeit!
Bericht BFV Imst, Fotos Feuerwehr Sölden, Land Tirol













































































